Back to Press
Album Review

Related Links
"…Diesmal sind die Songs zumeist im Mid- und Uptempo-Bereich gehalten und stilistisch tendieren sie nun stärker als auf den früheren fünf Alben zu Pop, respektive Country-Pop – in gefreuter und nicht anbiedernder Weise allerdings.
Ohrwurmcharakter hat das die EP abschließende „When It Rains“, ein frisches und schwungvolles Bekenntnis zur – na ja, wetterunabhängigen – Liebe. Veredelt wird das Stück durch sparsame und genau richtig gesetzte Parts von Bischofs Gitarre und Julies Saxophon. Musikalisch höchst beschwingt tönt auch der kürzeste Song des Albums: „Sweeter“ ist ein zweieinhalbminütiges Schwelgen in der Erkenntnis „We got a thing and it’s just getting sweeter, a lucky two, yeah it’s so damn cool, a dream come true – it’s the exception not the rule“.
Der berührendste Song des Albums jedoch ist „The Merrimack“. In diesem sechsminütigen Stück schlüpft WIMMER als Erzählerin in die Person von Mary Gold, die 2005 bei der Überschwemmung des Merrimack-Rivers in New Hampshire ihren Sohn Tom und ihren Mann Dan in den Fluten verlor. „Yeah they were found, dead - with their arms ‘round each other, clinging for life – I guess right there I did die, but I still float around in this shell, kin say I’m crazed by the river to stay, ‘cause the river delivered me hell.“ Eindrücklicher lässt sich eine Tragödie dieses Ausmaßes kaum in einen Song packen. Bruce Springsteen hat Vergleichbares vor vier Jahrzehnten mit „Highway Patrolman“ („Nebraska“, 1982) geschafft."